Herren II: UTC Eschenau 2 – TC Hainfeld 1

Die Begegnung wurde bereits richtig heiß, bevor es überhaupt los ging. Der TC Hainfeld kam zunächst nur mit 4 Spielern angereist. Das Reglement sieht aber vor, dass sich alle 6 Spieler um 9:00 am Ort der Austragung einzufinden haben. Nach hitzigen Debatten mannschaftsintern und natürlich auch mit den Gästen, entschied unser Mannschaftsführer Willi diesmal entsprechend den Regeln, dass die Matches der nicht anwesenden Spieler als „nicht angetreten“ gewertet werden. Zweifellos eine harte, allerdings auch richtige Entscheidung. In den Durchführungsbestimmungen des NÖTV Kreis Mitte ist dies genau so festgelegt. Ausserdem ist es legetim, in einer wichtigen Begegnung auf Einhaltung der Regeln zu bestehen.
Die Stimmung war darauf folgend natürlich angespannt.
Martin Tanner ließ unserem Stamsi dann erwartungsgemäß nicht viel Chancen. Sensationell dafür Kapitän Willi: Obwohl er gesungheitlich angeschlagen war, konnte er seinen Gegner im Tie-Break nach drei hart umkämpften Sätzen besiegen. Stark! Ganz stark auch Karl auf 3: Sieg in zwei Sätzen. Didi auf 4 kämpfte ebenfalls tapfer, leider aber diesmal ohne glückliches Ende. Somit bereits Zwischenstand nach den Singles 4:2 für Eschenau.
Jetzt waren die Hainfelder aber richtig angestachelt und holten die Doppel Nr. 1 und 2. Das 3er Doppel würde also über den Ausgang entscheiden. Und es wurde richtig spannend! CD und Gerald, noch ohne Spielpraxis aus den Singles, gewannen den ersten Satz so klar, wie der zweite Satz den Gästen überlassen werden musste. Im alles entscheidenden Champions Tie-Break behielten sie aber die Nerven, konnten dem enormen Druck standhalten und sicherten Eschenau damit ganz wichtige 2 Punkte für die Tabelle.

Es war bestimmt kein entspannter oder lustiger Tennistag in Eschenau. Aber es war einer, der unseren Spielern alles abverlangt hat, und am Ende war es ein erkämpfter, erfolgreicher Tag!

Endstand 5:4 für Eschenau!

5 thoughts on “Herren II: UTC Eschenau 2 – TC Hainfeld 1”

  1. Zu den Vorkommnissen beim Meisterschaftsspiel gegen Hainfeld am
    22.5.2016

    Eines möchte ich gleich vorausschicken: Ich will natürlich als Teil der Mannschaft den Sieg – sonst bräuchte man ja gar nicht antreten!

    Trotzdem stellt sich die Frage, ob dies – gerade im Hinblick auf die Klasse, in der wir spielen, um jeden Preis sein muss. Grundsätzlich bin ich immer um sportliche Lösungen bemüht, da meines Erachtens ein Sieg am grünen Tisch, durch w.o. o.ä. empfindlich an Wert verliert. Wenn wir sportlich nicht in der Lage sind, uns in der E-Klasse zu halten, dann muss man das zur Kenntnis nehmen.
    Da man im nachhinein immer schlauer ist, würde ich mein Votum, also die Entscheidung, die Hainfelder für die Nichtanwesenheit von 2 Spielern (Nr.5+6) um 9 Uhr zu bestrafen, so nicht mehr treffen.
    Eine amikale Lösung, die mir leider erst später eingefallen ist, wäre für mich gewesen, dem Gegner eine Nachfrist“ zu geben, z.B. die Spieler müssen spätestens um 9.30 vor Ort sein (was offensichtlich auch problemlos möglich gewesen wäre). Einen Streit in der Form vom Zaun zu brechen kann nicht im Sinne unseres Sports sein. Das Argument, der Mannschaftsführer von Hainfeld hätte die Vorgangsweise im Vorfeld mit Christian absprechen müssen, ist natürlich korrekt – trotzdem glaube ich dem Martin (Tanner), dass dies schon oft so ohne Probleme praktiziert worden ist, und er deswegen es nicht für nötig gehalten hatte, hier eine Absprache zu treffen (sollte ich mich da täuschen, wäre es eine oscarwürdige
    schauspielerische Leistung von ihm gewesen).
    Regel hin oder her, da stehe ich auch gerne alleine mit meiner Meinung, es sollte das Tennis“spielen“ im Vordergrund stehen (ich war z.B. für ein Meisterschaftsdoppel über 7 Stunden anwesend).
    Wenigstens hatten Gerald (dessen Einzel ja auch strafgewertet wurde) und ich zufällig die Möglichkeit ein paar Games zu spielen, sonst wäre es schon unerträglich zäh geworden (noch dazu, da die Stimmung auf der Anlage klarerweise bescheiden war).

    Abschließend möchte ich bemerken, dass ich grundsätzlich die Regel nicht für sinnvoll halte – ob eine Mannschaft geschlossen auftritt, sprich: jeder von Anfang an dabei ist oder nicht, sollte nicht reglementiert sein. Es darf aber zu keiner Verzögerung kommen, also wenn die Nr.5 zu Spielbeginn, den man ja nicht voraussagen kann, nicht anwesend ist, dann ist natürlich das Spiel verloren – Punkt.

    Danke für die Aufmerksamkeit und ev.Feedback!

    Mit sportlichen Grüßen
    CD Prohaska

    1. Hallo CD,

      Dein Statement zeugt von wahren Sportsgeist und Fairness!

      Ich möchte dir persönlich nur einige meiner Gedanken/Infos dazu sagen:

      1.) Es hat in der Vergangenheit schon immer wieder Probleme und Diskussionen gegeben. Auch der UTC Eschenau ist vor nicht allzulanger Zeit einmal richtiggehend hineingelegt worden (später kommen einiger Mitspieler (die sowieso nicht gleich dran waren) mündlich mit Mannschaftsführer vereinbart, dann am Spieltag plötzlich sagt der sportliche Leiter von denen, was der andere gesagt hat gilt nicht und wurscht und hat unsere Partien beinhart gestrichen). Diese Regelungen wurden und werden im Verband auch immer wieder diskutiert und leider sind sie offenbar wirklich notwendig. Praktisch jedes Jahr gibt es da Probleme. In 95% der Fälle läuft eh alles reibungslos und amikal ab, aber es hat schon genug Streiteren zwischen Vereinen auch gegeben, so dass es ohne die Regeln leider nicht zu funktionieren scheint.

      2.) Natürlich steht die Freude am Spiel im Vordergrund, bei mir persönlich z.B. auch. Aber du musst schon auch verstehen, dass bei vielen der Ehrgeiz bzw. der Wille zu siegen manchmal noch stärker sind.

      3.) Die Entscheidung muss der Mannschaftsführer treffen. Er wird in der Regel eh versuchen, den Wünschen seiner Spieler Rechnung zu tragen. Aber die Entscheidung ist oft auch nicht so leicht, wie es nach aussen dann ausschaut. Mannschaftsführer sein ist auch nicht immer leicht.

      4.) Ich verstehe ehrlich gesagt wirklich nicht, warum der Martin nicht vorher angerufen hat, dann wäre das alles vermeidbar gewesen! Und der Martin weiß ganz, ganz sicher, dass es in diesem Punkt immer wieder zu Streiteren gekommen ist bzw. kommen kann! Wie gesagt, in den meisten Fällen wird man sich gütlich einigen und offenbar hatten sie bisher Glück, aber das Risiko, dass er da auch einmal einfahren kann, muss ihm bewusst gewesen sein! Abgesehen davon gehört es sowieso zum guten Ton, dass der Mannschaftsführer der Gastmannschaft vorher Kontakt mit dem Heimverein aufnimmt um nachzufragen: sind die Plätze bespielbar (bzw. voraussichtlich – Wetter und Wetterbericht), wie viele Plätze stehen zur Verfügung, gibt es auch kalte/warme Verpflegung vor Ort, ist irgend etwas zu berücksichtigen (z.B. Umleitung bei Zufahrt wegen Zeltfest, Baustellen, usw.) und immer auch: dürfen einige Spieler später kommen, falls das geplant wäre.

      Ich hoffe, dass dir die Lust aufs Tennisspielen dadurch nicht ganz verleidet wurde und es künftig sowieso keine solchen Probleme mehr gibt!

      Sportliche Grüße,

      Gabs

      1. Danke für dein Feedback!
        Nur kurz: Christian hat die Entscheidung eh nicht alleine getroffen, wir waren alle anwesend und ich habe leider zu dem Zeitpunkt -aus meiner Sicht – falsch reagiert, nämlich die Entscheidung mitgetragen. Traurig zu hören, dass ähnliche (und schlimmere) Sachen schon passiert sind. Trotzdem bleibt von gestrigen Tag das einzig positive, dass Gerald und ich auf sportlichen Wege im Doppel den Sieg sichergestellt haben.

        LG
        CD

      2. Zu Punkt 1: Weil ihr selbst „hineingelegt“ wurdet und euch auch geärgert habt lässt sich der TC Eschenau gegen einen befreundeten Verein auf dieses sportlich Wertlose Nieveau??

        Zu Punkt 4: Warum soll Martin sich bei einem Verein bei dem er den Hausbrauch kennt und Trainerstunden gibt um die Gegebenheiten erkundigen??

        Da es mich persönlich betroffen hat kann ich nur sagen dass die betroffenen beider Vereine gerne gespielt hätten, nur einer den es eigentlich nicht betrifft dagegen war!! Es ist schade wenn man sich einen Sonntag mit der Familie (Frau und Tochter) so einteilt dass man zwar erst um 9:15 am Platz ist um beim Gastverein die Spiele zu sehen und etwas zu konsumieren obwohl man voraussichtlich erst frühestens gegen 12:00 sein erstes Spiel hat und dann ist einer da der einen ganzen Verein in den Dreck zieht!, denn so etwas ist echt absolut charakterlos und unsportlich.

        Aber wies is so is.

        1. Lieber Walter,

          natürlich lassen wir auch jemand von der Gegenseite zu Wort kommen.

          Das wir selbst schlechte Erfahrungen gemacht haben, war nur als Beispiel angeführt, dass es in genau diesem Punkt immer wieder Diskussionen und Probleme gegeben hat, bei sehr vielen Vereinen, und man daher nicht stillschweigend von einer Zustimmung der anderen Mannschaft ausgehen kann. Wir haben die Durchführungsbestimmung zur Meisterschaft eben genau genommen, nicht als Revanche – denn mit der Sache damals hattet ihr ja nichts zu tun und da könnt ihr natürlich nichts dafür, es hat auch gar nicht die 2er Mannschaft betroffen – sondern weil es unsere Chancen zu gewinnen verbessert hat. Ja, das gebe ich auch offen zu.

          „Charakterlos“ möge jeder selbst beurteilen. Es gelten die gleichen Regeln für alle. Unsere Spieler müssen genauso ihre Zeit opfern. Ich bin selbst persönlich nicht ganz glücklich mit dieser Regelung. Aber wenn man schon von den Regeln abweichen möchte, dann sollte man sich das vorher ausmachen.

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